Kursbeschreibungen, die zur Buchung führen: So überzeugst du Einsteiger

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Kursbeschreibung schreiben, die zur Buchung führt

Es ist Dienstagabend. Lena sitzt auf dem Sofa und will endlich mit Yoga anfangen. Sie findet dein Studio und öffnet deinen Kurskatalog. Jetzt liest sie.

Fragen kann sie in diesem Moment niemanden. Deine Kursbeschreibung muss das Gespräch ersetzen, das sonst am Empfang stattfinden würde. Beantwortet sie Lenas Zweifel, bucht Lena. Wenn nicht, schließt sie den Tab.

In diesem Artikel erfährst du, was eine gute Kursbeschreibung ausmacht. Und wie du sie in wenigen Sätzen schreibst.

Warum die Kursbeschreibung über die Buchung entscheidet

Stammkunden lesen Beschreibungen kaum. Sie kennen dich, deine Räume und dein Team. Sie suchen nur die passende Uhrzeit.

Einsteiger lesen dagegen genau. Und sie lesen mit Unsicherheit im Kopf. Schaffe ich das? Bin ich dort die Einzige, die sich nicht auskennt? Was ziehe ich an?

Oft ist es gar nicht der Preis, der von der ersten Buchung abhält. Sondern die Frage, ob der Kurs überhaupt passt. Eine gute Beschreibung nimmt diese Unsicherheit. Deshalb schreibst du sie für Menschen, die dich noch nicht kennen.

Sechs Fragen, die Einsteiger sich stellen

Bevor du schreibst, versetz dich in jemanden, der zum ersten Mal kommt. Diese sechs Fragen hat fast jeder im Kopf.

Ist der Kurs etwas für mich?

Das ist die wichtigste Frage. Sag klar, für wen der Kurs gedacht ist. Für komplette Anfänger? Für Leute mit etwas Erfahrung? Für Menschen, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen? Je genauer du bist, desto leichter fällt die Entscheidung. Und desto seltener landet jemand im falschen Kurs.

Was passiert in der Stunde?

Beschreib den Ablauf in einfachen Worten. Arbeitet ihr viel im Stehen oder eher auf der Matte? Gibt es am Ende eine Entspannung? Läuft Musik? Ein oder zwei konkrete Bilder helfen mehr als jede Stilbezeichnung.

Wie anstrengend wird es?

Sei ehrlich. "Du kommst ins Schwitzen" hilft mehr als "für alle Level geeignet". Wer eine ruhige Stunde erwartet und dann Power Yoga erlebt, kommt nicht wieder.

Was muss ich mitbringen?

Kleidung, Matte, Handtuch, Wasser. Das klingt banal, verunsichert aber viele. Sag auch, ob man vor Ort etwas leihen kann. Und ob man ein paar Minuten früher kommen sollte.

Wer leitet den Kurs?

Ein Name macht den Kurs persönlicher. Zeigt dein Buchungssystem die Trainerin schon an, musst du den Namen nicht wiederholen. Dann reicht ein Satz zu ihrem Stil, wenn er für den Kurs wichtig ist.

Was passiert, wenn ich absagen muss?

Einsteiger buchen leichter, wenn sie sich nicht festgelegt fühlen. Klare Stornoregeln schaffen Vertrauen. Sie müssen aber nicht in der Beschreibung stehen. Besser ist es, wenn dein System sie bei der Buchung automatisch anzeigt. Wie du faire Regeln aufstellst, liest du im Artikel über Stornierungsbedingungen formulieren.

Kurz und vollständig: Was in 500 Zeichen passt

Sechs Fragen klingen nach viel Text. Das täuscht. Manche Buchungssysteme begrenzen die Länge der Beschreibung. In Slotlify sind es zum Beispiel 500 Zeichen. Und auch ohne Grenze liest auf dem Handy kaum jemand einen langen Text.

Die gute Nachricht: Du musst nicht alles in die Beschreibung schreiben. Drei Regeln helfen dir.

Erstens: Wiederhole nichts, was schon an anderer Stelle steht. Preis, Niveau, Trainerin und Anzahl der Plätze zeigen viele Systeme in eigenen Feldern. Jeder doppelte Satz nimmt Platz für das, was nur die Beschreibung sagen kann.

Zweitens: Erklär das Niveau, statt es nur zu nennen. "Fortgeschritten" sagt einem Einsteiger wenig. "Du solltest den Sonnengruß schon kennen" sagt ihm alles.

Drittens: Fang mit dem Wichtigsten an. Den ersten Satz liest jeder. Den letzten nicht unbedingt. Deshalb gehört die Zielgruppe ganz nach vorne.

Und noch ein Tipp. Wenn dein System keine Listen erlaubt, bringen kurze Sätze Ordnung in den Text. Ein Gedanke, ein Satz.

Sprache, die einlädt statt einschüchtert

Fachbegriffe gehören zu deinem Alltag. Für Einsteiger sind sie eine Hürde. Vinyasa, Reformer, Pranayama: Erklär sie in wenigen Worten oder lass sie weg.

Schreib kurz und konkret. "Wir bewegen uns langsam und bleiben ein paar Atemzüge in jeder Haltung" zeigt mehr als "ganzheitliches Erlebnis für Körper und Geist". Wörter wie "einzigartig", "exklusiv" oder "transformativ" überliest man. Sie klingen nach allen anderen Studios.

Entscheide dich für eine Anrede und bleib dabei. Wenn deine Website "du" sagt, sollte auch dein Katalog "du" sagen. Ein Wechsel zwischen "du" und "Sie" wirkt unruhig.

Vorsicht bei Gesundheitsversprechen. Sätze wie "Dieser Kurs heilt Rückenschmerzen" sind schwer zu halten. Und sie können rechtlich problematisch sein. In Deutschland setzen unter anderem das Heilmittelwerbegesetz und das Wettbewerbsrecht hier Grenzen. Beschreib lieber, was im Kurs passiert. Zum Beispiel: "Wir üben Haltungen, die den Rücken kräftigen."

Hinweis: Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung. Er gibt einen allgemeinen Überblick und bezieht sich auf die Rechtslage in Deutschland. In Österreich und der Schweiz können andere Regeln gelten. Wenn du unsicher bist, lass deine Texte von einer Fachperson prüfen.

Typische Fehler in Kursbeschreibungen

Nur der Name des Stils

"Yin Yoga." Mehr steht da nicht. Für dich ist klar, was gemeint ist. Für jemanden, der Yin Yoga nicht kennt, ist es ein Rätsel.

Werbefloskeln statt Information

"Entdecke die transformative Kraft des Yoga!" klingt nach Energie. Aber nach dem Lesen weiß niemand, was ihn erwartet.

Doppelte Angaben

"Wir haben Platz für zehn Teilnehmer." Wenn das System die Kapazität ohnehin anzeigt, verschenkt dieser Satz Platz. Dasselbe gilt für Preis und Trainerin.

Das Niveau bleibt unklar

"Für alle Level geeignet" ist bequem, aber selten ganz wahr. Wer sich überfordert fühlt, kommt nicht wieder. Und wer unsicher ist, bucht oft gar nicht erst. Oder er bucht und erscheint dann nicht. Wie du solche Ausfälle vermeidest, zeigen wir dir im Artikel No-Shows reduzieren.

Vorlage: Deine Kursbeschreibung in vier Sätzen

Diese Vorlage passt in 500 Zeichen und beantwortet die wichtigsten Fragen. Trainerin, Preis und Stornoregeln zeigt dein System meist selbst an. Dafür brauchst du keinen eigenen Satz.

  1. Für wen: "Dieser Kurs ist für dich, wenn …"
  2. Was passiert: "In der Stunde …"
  3. Wie anstrengend: "Du …"
  4. Was du brauchst: "Bring … mit."

Füll die Lücken aus und lies den Text laut vor. Klingt er so, wie du am Empfang sprechen würdest? Dann passt er.

Vorher und nachher: Ein Beispiel

Vorher:

"Entdecke die transformative Kraft des Yoga! In unserem einzigartigen Kurs findest du Balance, Stärke und innere Ruhe. Für alle Level geeignet. Sichere dir jetzt deinen Platz!"

Der Text ist freundlich. Aber ein Einsteiger weiß danach nicht, ob er mithalten kann, was ihn erwartet und was er mitbringen soll.

Nachher:

"Dieser Kurs ist für dich, wenn du noch nie Yoga gemacht hast oder nach einer Pause wieder einsteigen willst. In der Stunde üben wir ruhige Haltungen aus dem Hatha Yoga und nehmen uns für jede viel Zeit. Du kommst nicht außer Atem, aber du spürst deine Muskeln. Wenn eine Übung nicht passt, bekommst du eine leichtere Variante. Bring bequeme Kleidung und etwas zu trinken mit."

Das sind knapp 380 Zeichen. Jeder Satz beantwortet eine Frage. Und der Text klingt nach einem Menschen, nicht nach einem Prospekt.

Kursbeschreibungen in Slotlify

In Slotlify legst du die Beschreibung beim Service an. Kurse und Events verknüpfst du mit einem Service.

Was die Katalogkarte schon zeigt

Neben der Beschreibung sieht dein Kunde auf der Karte Bild, Titel, Preis, Schwierigkeitsgrad, Mitarbeiter und Kapazität. Die Dauer sieht er bei der Auswahl der Uhrzeit. Freie Plätze erscheinen, sobald er Datum und Uhrzeit gewählt hat. Die Beschreibung mit bis zu 500 Zeichen bleibt also frei für das, was kein Feld sagen kann.

KI-Beschreibung als Startpunkt

Ab dem Tarif Standard findest du neben dem Beschreibungsfeld die Schaltfläche "KI-Beschreibung generieren". Die KI nutzt die Angaben, die du beim Service hinterlegt hast. Du musst nichts eintippen. Das Ergebnis kannst du frei bearbeiten.

Zwei Tipps dazu. Füll zuerst alle Angaben zum Service sorgfältig aus. Je besser die Grundlage, desto brauchbarer der Entwurf. Und lies den Entwurf danach mit den sechs Fragen im Kopf. Klingt er nach dir? Steht etwas doppelt? Fehlt die Zielgruppe? Ein paar Minuten Feinschliff machen aus dem Entwurf deinen Text.

Zubehör direkt mitbuchen

Die Frage "Was muss ich mitbringen?" kannst du auch anders lösen. In Slotlify kannst du Zubehör wie eine Matte oder ein Handtuch anbieten. Dein Kunde bucht es direkt mit. Für Einsteiger ohne eigene Matte ist das eine Hürde weniger. Und für dich ein kleiner Zusatzumsatz.

Stornoregeln sind sichtbar

Wenn du Stornierungsbedingungen für einen Service aktivierst, sieht dein Kunde sie bei der Buchung und in der Bestätigung. In der Beschreibung musst du sie nicht wiederholen.

Checkliste für deine nächste Kursbeschreibung

  • Steht die Zielgruppe im ersten Satz?
  • Weiß ein Einsteiger, was in der Stunde passiert?
  • Ist ehrlich beschrieben, wie anstrengend es wird?
  • Steht drin, was man mitbringen soll?
  • Wiederholt der Text nichts, was schon in einem Feld steht?
  • Sind Fachbegriffe erklärt?
  • Verzichtest du auf Heilversprechen und Floskeln?

Nimm dir heute eine einzige Beschreibung aus deinem Katalog vor. Am besten die deines wichtigsten Einsteigerkurses. Geh die Liste durch und schreib sie neu. Das dauert zehn Minuten.

Du stellst gerade erst auf Onlinebuchung um? Dann hilft dir unser Überblick zum Online-Buchungssystem für kleine Studios.