Mehrfachkarten zum Jahresende: So machst du Umsatz im Dezember
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Im Dezember wird es in vielen Studios ruhiger. Weihnachtsfeiern, Geschenkestress, Reisen zur Familie. Die Matten bleiben öfter leer. Die Miete bleibt gleich.
Gleichzeitig denken deine Stammkunden schon an den Januar. An mehr Bewegung, an Zeit für sich, an gute Vorsätze. Genau hier setzt ein Angebot zum Jahresende an: Du verkaufst im Dezember eine Mehrfachkarte. Deine Kunden sparen. Und du startest mit vollen Stunden ins neue Jahr.
Warum sich ein Angebot zum Jahresende lohnt
Geld im ruhigen Monat. Wer im Dezember eine Karte kauft, bezahlt jetzt. Das gleicht die schwächeren Wochen aus.
Ein fester Plan für den Januar. Eine bezahlte Karte motiviert. Wer schon zehn Stunden im Voraus gekauft hat, kommt eher wieder.
Mehr Planungssicherheit. Du siehst früh, wie viele Menschen im Januar trainieren wollen.
Ein klarer Anlass. “Nur bis Silvester” gibt deinen Kunden einen Grund, jetzt zu entscheiden statt irgendwann.
Für wen das Angebot gedacht ist
Die wichtigste Zielgruppe sind deine Stammkunden. Sie kennen dich und wissen, dass sie die Karte nutzen werden.
Spannend sind auch Gelegenheitsbesucher. Also Menschen, die alle zwei, drei Wochen vorbeikommen. Eine Karte kann für sie der Anstoß sein, regelmäßiger zu kommen.
Und denk an ehemalige Kunden, die länger nicht da waren. Der Jahreswechsel ist ein guter Moment für einen Neustart.
Für Menschen, die noch nie bei dir waren, lohnt sich eher ein eigenes Einsteigerangebot im Januar.
Das richtige Paket schnüren
Wie viele Einheiten?
Eine 5er-Karte ist eine niedrige Hürde. Der Preis ist überschaubar, die Entscheidung fällt leicht. Eine 10er-Karte bringt mehr Ersparnis und bindet länger. Biete höchstens zwei Varianten an. Mehr verwirrt eher.
Wie viel Ersparnis?
Die Ersparnis sollte spürbar sein, aber deinen Preis nicht entwerten. Ein Beispiel: Eine Einzelstunde kostet 18 Euro. Zehn Stunden kosten also 180 Euro. Die 10er-Karte zum Jahresende kostet 160 Euro. Deine Kunden sparen 20 Euro, und du bleibst bei einem fairen Preis pro Stunde.
Wie du deine Preise grundsätzlich aufbaust, liest du im Artikel zur Preisgestaltung im Yogastudio.
Wie lange gültig?
Die Karte sollte lange genug gelten, um sie realistisch zu nutzen. Wer einmal pro Woche kommt, braucht für zehn Einheiten mindestens zweieinhalb Monate. Dazu kommen Urlaub, Erkältungen und volle Arbeitswochen. Plane also großzügig.
Auch rechtlich spricht einiges für großzügige Fristen. Laut Verbraucherzentrale verjähren gekaufte Gutscheine in Deutschland grundsätzlich nach drei Jahren. Zu knapp bemessene Fristen haben Gerichte für unwirksam erklärt. Ob und wie sich das auf Mehrfachkarten übertragen lässt, hängt vom Einzelfall ab.
Hinweis: Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung. Er gibt einen allgemeinen Überblick und bezieht sich auf die Rechtslage in Deutschland. In Österreich und der Schweiz können andere Regeln gelten. Wenn du unsicher bist, welche Frist für deine Karten angemessen ist, lass dich von einer Fachperson beraten.
Nur bis Silvester verkaufen
Unterscheide zwei Zeiträume. Der Verkaufszeitraum ist kurz, zum Beispiel vom 1. bis 31. Dezember. Die Gültigkeit der Karte ist lang und beginnt mit dem Kauf. So entsteht ein Anlass zum Kaufen, ohne dass deine Kunden unter Druck geraten, die Karte schnell zu verbrauchen.
Und was ist mit Geschenkgutscheinen?
Im Dezember fragen viele Kunden nach einem Geschenk für Partner, Eltern oder Freunde. Ein Gutschein fürs Studio ist dafür eine schöne Idee. Viele Studios stellen solche Gutscheine selbst aus, zum Beispiel als gedruckte Karte am Empfang.
Wenn du das machst, achte auf ein paar Punkte. Auf dem Gutschein sollten Wert oder Leistung stehen, dein Studio als Aussteller und eine Nummer. Führe eine einfache Liste, welche Gutscheine verkauft und eingelöst wurden. Und lege fest, wie die Einlösung abläuft.
Auch steuerlich gibt es etwas zu beachten. Seit 2019 unterscheidet das Umsatzsteuergesetz zwischen Einzweck- und Mehrzweckgutscheinen. Bei einem Einzweckgutschein stehen Ort der Leistung und Steuersatz schon beim Verkauf fest. Dann fällt die Umsatzsteuer bereits beim Verkauf an. Bei einem Mehrzweckgutschein erst bei der Einlösung. Wenn du die Kleinunternehmerregelung nutzt, weist du keine Umsatzsteuer aus. Mehr dazu findest du im Artikel über Rechnungen und Umsatzsteuer .
Hinweis: Das ist keine Steuerberatung. Wie deine Gutscheine steuerlich einzuordnen sind, hängt von deinem Angebot ab. Kläre das am besten mit deiner Steuerberatung, bevor du mit dem Verkauf startest.
So machst du dein Angebot bekannt
Ein einfacher Zeitplan reicht.
- Anfang November: Preis, Gültigkeit und Text festlegen.
- Ende November: Das Angebot ankündigen.
- Im Dezember: Einmal pro Woche daran erinnern.
- Letzte Dezemberwoche: Ein letzter Hinweis, dass das Angebot bald endet.
Der wirksamste Kanal bist oft du selbst. Sprich deine Kunden nach der Stunde persönlich an. Häng am Empfang einen Aushang mit QR-Code auf. Teile das Angebot auf Instagram. Und setz einen gut sichtbaren Link auf deine Website. Wie das geht, zeigt der Artikel über den Buchungsbutton auf der Website.
Newsletter sind ebenfalls ein guter Weg. Schreib aber nur Menschen an, die dem Empfang von Werbung zugestimmt haben.
Typische Fehler
Zu viel Rabatt
Ein großer Rabatt verkauft gut. Aber er bringt deinen Kunden bei, auf das nächste Angebot zu warten. Und er drückt deinen Umsatz pro Stunde für Monate.
Unpassende Gültigkeit
Ist die Frist zu kurz, fühlen sich Kunden unter Druck gesetzt. Und du riskierst Ärger. Ist sie unbegrenzt, verlierst du den Überblick über offene Einheiten.
Kein Enddatum für die Aktion
Ein Angebot ohne Ende ist kein Anlass. Ohne Frist verschieben viele die Entscheidung, bis sie sie vergessen.
Zu viele Varianten
Drei Kartengrößen, zwei Laufzeiten, ein Bonus für Stammkunden. Wer so viel vergleichen muss, kauft am Ende oft gar nichts.
Mehrfachkarten in Slotlify
In Slotlify heißen Mehrfachkarten Guthabenkarten. Du findest sie ab dem Tarif Standard.
Karte anlegen
Du legst Namen, Bild, Anzahl der Einheiten, Preis und Beschreibung fest. Die Gültigkeit gibst du in Tagen ab dem Kauf an. Lässt du das Feld leer, gilt die Karte unbegrenzt. Dann ordnest du die Services zu, für die die Karte gilt. Deine Kunden können damit Termine und regelmäßige Stunden dieser Services buchen. Kurse sind ausgenommen. Über Kategorien findest du die Karte im Shop schnell wieder. Wenn du mehrere Filialen hast, gilt die Karte in allen.
Die Aktion begrenzen
Nach Silvester deaktivierst du die Karte einfach. Dann kann sie niemand mehr kaufen. Bereits verkaufte Karten bleiben gültig.
Den Überblick behalten
Unter “Verkaufte Guthabenkarten” siehst du jede verkaufte Karte mit Kunde, Restguthaben, Ablaufdatum und Status. Du kannst nach Ablaufdatum filtern. So erkennst du, wessen Karte bald abläuft, und kannst die Person persönlich erinnern.
Fällt eine Stunde aus, buchst du die Einheit mit “Guthaben korrigieren” zurück. Den Grund hältst du dabei fest, so bleibt alles nachvollziehbar. Mehr als den ursprünglichen Wert der Karte kannst du nicht gutschreiben. Für zusätzliche Einheiten stellst du eine zweite Karte aus.
Rechnung automatisch
Beim Kauf einer Guthabenkarte erstellt Slotlify automatisch eine Rechnung. Wenn du Kleinunternehmer bist und das in den Einstellungen hinterlegt hast, erscheint auf der Rechnung keine Umsatzsteuer.
Checkliste für dein Jahresendangebot
- Hast du dich für eine oder zwei Kartengrößen entschieden?
- Ist die Ersparnis spürbar, aber maßvoll?
- Ist die Gültigkeit großzügig gewählt?
- Endet der Verkauf an Silvester?
- Kündigst du das Angebot im Studio, online und persönlich an?
- Hast du eine Erinnerung für die letzte Dezemberwoche geplant?
Leg diese Woche eine einzige Karte an. Mit Preis, Frist und einem kurzen Text. Den Rest erledigst du Schritt für Schritt bis Ende November.